Die Gruppe I Furiosi und die Freiräume in Bewegung laden am 14.12 zu dieser Veranstaltung ins Zakk ein.
Das Recht zu bleiben. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit und dennoch ein Recht das von manchen Mieter immer wieder neu erkämpft werden. Prägten in der Vergangenheit Luxussanierungen, Eigenbedarfskündigungen oder einfach Mieterhöhungen diese Auseinandersetzungen, haben sich diese in den letzten Jahren ein neues Gesicht bekommen. Anstelle von langjährigen operierenden lokalen tätigen Wohnungsunternehmen haben sich zusehend international tätige Finanzinvestoren auf dem Wohnungsmarkt eingekauft. Inzwischen leben in Deutschland 2.5 Millionen
in Wohnungen, die diesen an kurzfristiger Rendite orientierten Unternehmen gehören. Das durch die wirtschaftliche Krise viele dieser hochverschuldeten Unternehmen vom Bankrott bedroht sind verschärft die Situation zusätzlich. Denn anstelle von Sanierung und Entwicklung von Wohnungsbeständen droht jetzt vielen Mietern das herunter gewirtschafteten ihrer Wohnungen.
Im Vortrag wird anhand von Beispielen erläutert mit welchen Methoden Finanzinvestoren operieren, wie sich die politischen Parteien dazu positionieren und welche Konsequenzen dies für den Wohnungsmarkt bedeutet. Über die rein immobilienökonomischen Zusammenhänge schlägt der Referent auch immer wieder den Bogen zu allgemeinen Prozessen der Stadtentwicklung.
Referent
Knut Unger, Mieterforum Ruhr
14. Dezember 2010
20 Uhr – Zakk
Fichtenstr. 40